Monilia

Was tun, wenn Blütenbüschel und Triebspitzen von Kirschbäumen welken und dürr werden?

Dann handelt es sich um eine Pilzerkrankung, die vorwiegend an Kirschen zu beobachten ist. Man bezeichnet sie als Monilia laxa oder deutsch Spitzendürre. Besonders anfällig für diese Krankheit sind Sauerkirschen, wobei die Schattenmorelle als die empfindlichste von allen Kirschsorten gilt. Der Pilz, der einen Baum befallen hat, überwintert dort, um sich dann im Frühjahr massenhaft zu vermehren. Durch Luftbewegung verbreiten sich die Pilzsporen auf dem ganzen Baum, dies führt sogar so weit, dass auch benachbarte Bäume durch  »fliegende« Sporen infiziert werden. Haben sich die Pilzsporen erst einmal breit gemacht und die Blütenorgane infiziert, welken und verdorren ganze Triebspitzen in nur wenigen Tagen. Auch die Früchte selbst nehmen später Schaden. Entweder verfaulen sie und fallen ab oder schrumpfen und bleiben vertrocknet am Baum hängen. Feuchtes Wetter unterstützt diesen Vorgang.
Das Schlimme: Nach dem Sommer geht der Moniliapilz erneut in seine Überwinterungsphase über, und im nächsten Frühjahr beginnt dann der Kreislauf von neuem. Wirkt man diesem Verlauf nicht entgegen, trägt der Baum von Jahr zu Jahr immer weniger Früchte und kann in extremen Fällen sogar ganz absterben.      

Da eine Infektion nur während der Blüte entstehen kann, ist eine Behandlung nur zu diesem Zeitpunkt sinnvoll. Herrscht zusätzlich feuchtes Wetter, sollten empfindliche Sorten bis zu 3-mal, also am Anfang, in der Mitte und am Ende der Blüte, behandelt werden.

Tipp:
Bei einer Neupflanzung sollte man überlegen, auf weniger empfindliche Arten und Sorten umzusteigen. Zusätzlich kann man dem Pilz das Leben schwerer machen, indem man darauf achtet, dass die Baumkrone nicht zu dicht wächst. Sorgen Sie also durch regelmäßigen Baumschnitt (Wundverschluss für die Schnittwunden nicht vergessen) für eine gut aufgelockerte Krone, denn ein schnelles Abtrocknen nach Regenfällen erschwert eine Pilzinfektion. Bitte achten Sie auch darauf, in regelmäßigen Abständen Infektionsherde, wie befallene Triebe und Früchte, zu entfernen. Diese Kontrollgänge unbedingt bis spätestens vor der nächsten Blüte durchführen.

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