Kartoffel

(Solanum tuberosum)

Herkunft: Südamerikanische Anden
Pflanzzeit: Frühkartoffeln können ab Mitte April unter   Vlies/Folienschutz gepflanzt werden. Nicht   vorgekeimte Kartoffeln werden je nach Frostgefahr bis Ende Mai gepflanzt.
Pflanzabstände:  30–40 cm zwischen den Pflanzen, 40–50 cm zwischen den Reihen
Pflanztiefe:  7–10 cm
Ansprüche: Kartoffeln eignen sich fast für jeden Boden, gedeihen jedoch in leicht sandigem oder torfhaltigem Boden mit  guter Wasserführung und schneller Erwärmung am besten. Kartoffeln erfordern im Hausgarten etwas Handarbeit, da sie angehäufelt bis zum »Reihenschluss« (Blätter der Pflanzen in den einzelnen Reihen berühren sich) unkrautfrei gehalten werden müssen. Bei sehr trockenem Wetter gießen, sonst bleiben die Knollen zu klein. Als Starkzehrer haben Kartoffeln einen hohen Nährstoffbedarf, vor allem an Kalium. Bei mineralischer Düngung ist es wichtig, dass Kalium als Kaliumsulfat und nicht als Kaliumchlorid »gereicht« wird. Denn Kaliumchlorid führt zu wässrigen Knollen, die beim Kochen leicht zerfallen.
Ernte:  Frühkartoffeln nach etwa 12 Wochen, die spätreifenden Sorten nach etwa 16 Wochen
Besonderheiten: Besonders in großen Gärten lohnt der Anbau von Kartoffeln, weil sie einen lockeren »garen« Boden hinterlassen und so auch ihre Folgefrucht noch günstig beeinflussen. Alle grünen Teile der Kartoffel sind giftig (Solanin) – auch die Knollen, wenn sie während der Lagerung Licht abbekommen haben. In diesem Fall nicht mit der Schale essen, sondern großzügig dick abschälen. Je eiweißhaltiger Kartoffeln sind, umso festkochender sind sie, z. B. als Salatkartoffel. Die spätreifenden Sorten sind mehliger und daher besser für Pürees oder Klöße geeignet.

 

Tipps zur Kartoffel

Ein bisschen »Kartoffelpflege« tut jeder Kartoffel richtig gut. Wenn daher das Kartoffellaub ausgewachsen ist und die Knollenbildung beginnt, sollten Kartoffeln viel Wasser bekommen (etwa 20 Liter pro m2 und Woche). Beim Wässern darauf achten, dass die Dämme immer gut abtrocknen und nicht über Tage vernässen. Denn im kalten, nassen Boden faulen die Knollen leicht.
Auch nach der Ernte Kartoffeln »pfleglich« behandeln: Vorsichtig ausheben, einige Tage bei sonnigem, windigem Wetter gut abtrocknen lassen und vorsichtig (Druck verursacht dunkle Verfärbungen im Knollenfleisch) in einer luftdurchlässigen Kiste einlagern.

Falls Sie vorhaben, einige kleine Knollen als Pflanzgut fürs kommende Jahr aufzubewahren, sollten Sie etwas gegen Läusebefall tun. Die Läuse schaden zwar kaum, doch sie übertragen beim Saugen Viren. Kartoffelstauden, die aus virusverseuchten Knollen stammen, zeigen Strichelungen auf den Blättern und z. T. sehr merkwürdige, bizarre Blattformen. Sie lassen auch deutlich im Ertrag nach. Pflanzkartoffeln, die Sie im Fachhandel schon vorgekeimt erhalten, sind geprüft und daher virusfrei.

Kartoffeln und Tomaten sind eng verwandt, denn beide gehören zur Familie der Nachtschattengewächse. Sie werden daher ab und an auch von den gleichen Pilzkrankheiten »heimgesucht«.  Deshalb beide Kulturen möglichst weit voneinander entfernt, nicht nebeneinander, pflanzen.

Kartoffeln ausschließlich dunkel und bei Temperaturen von 4–6 °C gut einlagern. Gefrorene Kartoffeln schmecken – da durch den Frost Stärke in Zucker umgewandelt wird – stark süß.

 

Händlersuche!

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