Amerikanischen Stachelbeermehltau

Was tun, wenn Stachelbeeren und/ oder die Schwarze Johannisbeere »pelzige« Früchte tragen und einen weißen Mehltaubelag auf den Blättern zeigen?

Schuld ist der Amerikanische Stachelbeermehltau,
ein mikroskopisch kleiner Pilz. Er macht die in langjähriger Züchtungsarbeit erzielte Resistenz oder die verminderte Anfälligkeit neuer Stachelbeersorten häufig in wenigen Jahren wieder zunichte. Denn der Mehltaupilz vermag in einer Nacht so viele Sporen zu bilden, dass in der Regel in dieser Vielzahl einige vorhanden sind, die ganz natürlich ihr Erbgut leicht verändert haben. Diese Sporen sind dadurch in der Lage, die verringerte Anfälligkeit der Stachelbeersorte zu überwinden. Doch selbst das ist noch lange kein Grund, resigniert auf den Anbau der ansonsten so pflegeleichten und leckeren Strauchbeere zu verzichten.

Echte Mehltaupilze
(der weiße Belag ist blattober- und blattunterseits und überzieht auch Blüten und Früchte der befallenen Pflanze) sind typische »Schönwetterpilze« und vermehren sich besonders rasant bei warmem, schönem Wetter. Da bei schwülem Wetter oft verschiedene Pflanzenarten weiße Mehltaubeläge aufweisen, wird oft angenommen, dass es sich um denselben Pilz handelt. Das ist allerdings nicht der Fall. Denn fast jede Pflanze hat ihren ganz speziellen »Echten Mehltau«. So kann z. B. der Rosenmehltau nicht Begonien befallen oder umgekehrt.

Johannisbeere und Stachelbeere werden ab und zu auch von der Johannisbeergallmilbe befallen, die in einer dick angeschwollenen »Rundknospe” überwintert und im April während des Austriebs die Knospen verlässt. Hat man nicht alle “erwischt”, wírkt eine Spritzung mit Dr. Stähler Mehltau-Frei Asulfa Jet gleichzeitig befallsmindernd auf die Gallmilben.

Fünf Gebote gegen Amerikanischen Stachelbeermehltau

Erstes  Gebot:
Stachelbeeren »luftig« schneiden und die dürren, trockenen, befallenen Triebspitzen bereits im Winter bis ins gesunde Holz zurückschneiden. Schnittgut verbrennen, untergraben oder in die Müll-, nicht in die Komposttonne geben. Auch pelzige »Fruchtmumien« aus dem Garten entfernen.

Zweites  Gebot:
Treibt die Stachelbeere im Frühjahr bereits mit erkranktem Laub aus (Pilz überwintert in Knospen) bzw. ist der Blattbefall schon früh, muss sofort, z. B. mit  Dr. Stähler Mehltau-Frei Asulfa WG (Netzschwefel), behandelt werden. Das Mittel überzieht die Pflanze mit einem schützenden Film, der neu anfliegende Pilze vor dem Auskeimen und dem Eindringen in das Pflanzengewebe schützt.

Drittes Gebot:    
Regelmäßig alle 14 Tage bis spätestens 1 Woche vor dem Erntetermin mit Dr. Stähler Mehltau-Frei Asulfa WG spritzen. Dies führt zu einer »Gesundung« des Strauches und verringert sehr stark den Befallsdruck im Folgejahr, da der Strauch sich nicht selbst erneut »anstecken« kann.

Viertes Gebot:
Der Stachelbeermehltau kann auch auf die Schwarze (nicht auf die Rote) Johannisbeere übergreifen, daher auch hier kontrollieren!

Fünftes  Gebot:   
Echter Mehltau kann durch fachgerechte Düngung kleingehalten« werden. Grundsätzlich gilt: Übermäßige Stickstoffdüngung (egal, ob aus dem eigenen Kompost, aus mineralischen oder organischen Düngern) führt zu weichem, »mastigem« und damit mehltauanfälligem Blattgewebe. Ausreichende Düngung mit Kali und Spurenelementen führt zu festem Gewebe und zu verbesserter Holzausreife und damit zu weniger mehltauanfälligen Pflanzen.

 

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